Proteine und Praktika – noch dreimal schlafen!

Dreimal werden wir noch wach, heissa, dann ist Prüfungstach! Jawoll. Dreimal noch. Einerseits möchte ich jetzt bitte bitte endlich, dass es losgeht (oder vielmehr die Prüfung hinter mir liegt). Andererseits habe ich das Gefühl, dass es jetzt doch zeitlich noch ganz schön eng wird alles.

Ich kann wie immer nicht genug üben und lernen, merke aber, dass Anatomie eigentlich okay-ish ist. Auf der Matte heute bin ich fast zusammen gebrochen. Lief so gar nicht und mir schmerzen alle Muskeln. Dabei hab ich mich doch jetzt tatsächlich mit Bananen und Protein-Shakes eingedeckt. Oh man! Dass ich mal zu so was im Drogerieregal greifen würde … aber – hilft ja nix. In der Not klammert man sich halt an jeden – äh Strohhalm. Auch, wenn er im Eiweißgetränk steckt.

Viel Praxis durch Praktika 

Die vergangenen beiden Wochen waren geprägt von den letzten Praktika, die ich mir extra für diese letzte Zeit aufgehoben hatte, um noch möglichst viel Praxis zu kriegen. Und Praxis – die kriegte ich.

Neben der Praktika in anderen Yogastudios und hielt ich im heimischen Garten Übungsstunden ab und traf mich außerdem noch mit meinen Mit-Azubis zum Üben. Echt … mehr Yoga geht grade kaum. Und um ehrlich zu sein hängt es mir auch etwas aus zu den Ohren raus.

Dennoch – die Praktika waren Gold wert und jedes für sich so anders:

  • Ich trieb mich in Ecken von Münster rum, in denen ich vorher noch nie gewesen war: von der Physiopraxis im provinziellen Hinterland bis hin zur InnenstadtOase in verborgenen Hinterhöfen. Ich war auf Gutshöfen unterwegs und im PoledanceLaden. In einer Kita und im Pfarrheim.
  • Ich sang Mantren (Har Har Har Har), skandierte „oooooommmm“ in vielen Tonarten, vibrierte ganzkörperlich zu Klangschalen, wippte zur hippen Gitarrenmucke und ehrfürchtig zu tibetischen Mönchsgesängen. Aber mein Favorit, bei dem ich immer noch innerlich zucken und äußerlich grinsen muss war eindeutig – „Froh zu sein bedarf es wenig“ – wir im Kreis liegend, inbrünstig, aus vielen Kehlen singend.
  • Ich yogierte mit Kleinkindern (Mamaste´) und dehnte mich mit Senioren („Sie ist doch noch jung. Da hat man keine Zipperlein!“). Ich lag unter hippen Tänzerinnen und gutbetuchten Münsteranerinnen. In einem Kurs stand ich 20 Minuten wie ein Flamingo auf einem Bein (wie lang können 20 Minuten sein!!!). Ein anderes Mal lag ich 1,5 Stunden rum (Yin-Yoga).  Ich sprang vom Dienst ganz früh auf die Matte, wähnte mich in einer entspannten Morgensequenz und wurde so übel durch die Mangel genommen, dass ich kaum noch tippen konnte.
  • Ich stellte meine Füße auf pickelige Massagekissen, auf Faszienrollen und Tennisbälle, die in Nylonstrümpfen steckten. Ich wickelte mir Gurte im Bondagestyle um den Körper und stapelte komplette Türme mit Yogaklötzen um meinen Rücken darauf nieder zu lassen.
  • Ich schlürfte sanften Kräutertee und aß selbst gebackenes Brot. Ich schnupperte Limettenöl auf meiner Stirn, das mich an Ferien erinnerte, und ein anderes Mal eine aufdringliche Pfefferminznote.  Bei manchen bekam ich kleine Kopfmassagen, bei anderen schweißdurchtränkte Klamotten und  bei einer Yogalehrerin bunte Zettelchen mit Lebensweisheiten auf den Weg.

Aber was alle gemeinsam hatten war die herzliche Offenheit, mit der mir alle zehn Yogalehrerinnen und – Lehrer begegneten. Ich fühlte mich willkommen und respektiert. Fast alle standen mir vor oder nach der Stunde bereitwillig Rede und Antwort und erzählten von ihrem persönlichen Yogaweg. Und von wirklich allen bekam ich folgenden Tipp mit, ohne, dass ich danach gefragt hätte:

„Bleib authentisch! Sei du selbst!“

Und diese Aussage hat mich durch die Ausbildung gebracht und getragen. Das Ziel vor Augen, irgendwann mein eigenes Yoga zu machen, was mir liegt und taugt, und das auch anderen Menschen gefällt und guttut.

Das Ziel ist jetzt zum Greifen nahe! Noch dreimal schlafen!

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